| 1816 | Die Gebrüder Johann Karl Rudolf und Dr. phil. Gottlob und Ferdinand Heuäcker bauen in Plaue eine Porzellanfabrik. |
| 1817 | Joh. K.R. Heuäcker verbindet sich nach dem Tod seines Bruders mit dem Kaufmann Christian Gottfried Schierholz. Die Kammer des Fürstentums Schwarzburg-Sondershausen erteilt die alleinige Konzession zur Herstellung von pharmazeutischem und medizinischem Porzellan - die Porzellanmanufactur Plaue ist gegründet. |
| 1818 | Heuäcker scheidet aus dem Betrieb aus, Schierholz wird alleiniger Besitzer. |
| 1821 | Die Malerei wird auf das Rittergut nach Dornheim verlegt. |
| 1823 | Seit diesem Jahr ständiger Besuch der Leipziger Messen. |
| 1840 | Der Fundus an Formen, den die Manufaktur noch heute bewahrt und pflegt und nach denen auch noch heute gearbeitet wird, entsteht. |
| 1849 | Auf Anregung von Gottfried Henklein werden in Plaue die ersten Lithophanien entwickelt. Zuvor gab es sie nur in Paris und Berlin. |
| 1851 | Die Söhne des Firmengründers, Julius Adalbert und Hugo Schierholz, übernehmen die Leitung der florierenden Manufaktur. Etwa 160 Mitarbeiter werden beschäftigt. |
| 1860 | Nach dem Tod von Hugo Schierholz führt dessen Witwe Julie Sophie mit ihrem Schwager Julius Adalbert die Geschäfte weiter. |
| 1865 | Die Beschränkung, ausschließlich pharmazeutisches und Laborporzellan herzustellen, wird aufgehoben. |
| 1877 | Die nächste Generation, Max und Arthur Schierholz, übernimmt die Firmenleitung. |
| 1884 | Edmund Haase nimmt seine Tätigkeit in der Manufaktur auf. |
| 1890 | Die Manufaktur Plaue richtet erste Musterlager in Berlin und Paris ein. |
| 1894 | Die Manufaktur schenkt dem Fürstenhaus von Schwarzburg-Sondershausen zur Silberhochzeit prunkvolles Porzellan aus eigener Herstellung. |
| 1899 | Die Firma wird in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung umgewandelt. |
| 1911 | Erfolgreiche Teilnahme an der Weltausstellung in Turin. Tafelaufsätze aus Plaue finden begeisterte Aufnahme. |
| 1932 | Erheblicher Produktionsrückgang durch die Weltwirtschaftskrise. Die Zahl der Beschäftigten sinkt von 400 auf 86. |
| 1945 | Wenige Tage nach Ende des 2. Weltkrieges nimmt die Manufaktur die Produktion wieder auf. |
| 1952 | Ausschließliche Produktion von Zierporzellan. |
| 1972 | Der Betrieb wird unter Verwaltung des VEB Porzellanmanufactur Plaue gestellt. |
| 1990 | Aufhebung der Verwaltung durch VEB Porzellanmanufactur Plaue. Rückführung in die „von Schierholz’sche Porzellanmanufactur Plaue GmbH“. |
| 1995 | Übernahme durch die 1794 gegründete „Königlich privilegierte Porzellanfabrik Tettau“, eine hundertprozentige Tochter der Unternehmensgruppe Seltmann Weiden. |


